Anton

wedgefronton snow

Ich möchte euch hiermit Anton, meinen Entwurf für ein extrem simples Pyramidentarp vorstellen. Viel weniger geht denke ich kaum. Es hat keinen Reißverschluss und kann mit mindestens einem Stock in normaler Trekkingstocklänge aufgestellt werden. Im Sturmmodus, das heißt alle Seitenkanten verlaufen in Bodenhöhe, misst es 2,6 x 2,6 x ca. 1,1m. Analog zum MLD Trailstar wird ein komfortabler Eingang geschaffen in dem eine Seite mittels eines zweiten Stöckchens nach oben abgespannt wird. Dadurch verändert sich die Geometrie und die Gesamthöhe erhöht sich von 110 cm auf bis zu 135cm. Die Eingangsseite verringert sich im Zuge dessen von 2,6m auf ca. 2m. Dadurch können immer noch zwei Personen geschützt mit den Füßen zum Eingang liegen. Das Tarp verwendet etwa einen Quadratmeter weniger Stoff als das Trailstar, sollte aber aufgrund der Form für zwei Personen eine bessere Raumausnutzung bieten.

Der ganze Shelter sollte vor allem für Tarpschläfer interessant sein die etwas mehr Rundumschutz wollen, aber trotzdem viel Kontakt zur Umwelt wünschen.

Gegen Moskitos könnte man noch ein Perimeternetz anbringen, müsste aber an der Eingangsseite entprechend mehr Breite einplanen, oder man baut sich ein kleines pyramidenförmiges Netz als Innenzeltersatz.



Aufbauanleitung:
Zuerst die hinteren beiden Ecken mit Heringen fixieren, dann die beiden vorderen Ecken. Darauf achten, die Ecken am Eingang vorne stehen dichter beisammen, etwa 2m. Der Grundriss ist also trapezförmig. Dann die Mittelstange rein (z. B. Trekkingstock mit 135cm Länge) und den Eingang über den zweiten Trekkingstock (ca 100 bis 110cm lang) abspannen. Anschließend noch einmal um das Zelt gehen und die Ecken stramm ziehen. Bei Schönwetter ist man jetzt fertig, Sollte Wind angesagt sein, dann werden die drei anderen Abspannpunkte der Seitenmitte auch noch abgespannt. Sollte es ganz knüppeldick kommen, mit umlaufenden Winden, dann kann man den Eingang auch deutlich niedriger, bzw. gar nicht abspannen. Man muss dann nur die Mittelstange entsprechend kürzen.

Wedge in diagonal front

Erster Aufbau: Der Eingang ist mit etwa 1 m Höhe gut benutzbar.

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Das Zelt an einem frostigen Wintermorgen. Durch die Feuchtigkeit hat sich das Nylon gelängt und hängt etwas durch. Um das zu beheben kann man die Abspannpunkte an den Linelocs nachspannen, oder man stellt die Stange auf einen kleinen Stein, dann muß man nicht mal aus dem Schlafsack raus. So gewinnt man auch zusätzlich noch etwas Höhe und die Zeltbahn ist wieder straff. Baut man das Zelt aus silikoniserten Polyester hat man das Problem nicht, das Material längt sich nicht bei Nässe.

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Seitenansicht.

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Ansicht vom Schlafplatz in der hinteren Hälfte des Zeltes. Massig Platz und ein komfortabler Abstand zum Eingang so dass man auch gut geschützt ist, sollte der Wind Mal aus der falschen Richtung wehen.

Benutzung:

Alleine schläft man hinten quer, zu zweit schläft man mit den Füßen Richtung Eingang. Sollten zur Not einmal drei Personen unterkommen müssen, dann kann man den Mittelstab etwas schräg stellen und den dritten Schläfer noch in die Mitte quetschen.

 

Bauanleitung:

Zuschnitt des
                Dachpanels
Es werden ca. 6,65 Laufmeter Stoff benötigt. Will man an der Zeltspitze nicht anstückeln, dann muß der Stoff 160 cm breit liegen. Das Dachpanel wird vier Mal ausgeschnitten. Einen Catenary Cut habe ich nicht verwendet. Falls ihr euch doch dafür entscheidet, dann macht diesen nicht zu stark. Maximal 1-2 cm sollten reichen. Die meisten 160 cm breiten Stoffe sind inclusive der Webkante ca 5 cm breiter. So kam ich auf die 165 cm Dreieckshöhe. Sollte das bei eurem Stoff nicht so sein, dann ist das auch kein Beinbruch. Euer Wedge wird dann halt minimal kleiner. Die Webkante kann problemlos mitbenutzt werden. Unten am Saum stört die fehlende Beschichtung überhaupt nicht, und das bisschen unbeschichteter Stoff an der Zeltspitze verschwindet beim fertigen Zelt unter Kappnaht und Nahtdichter.

Jeweils zwei Dachpanele werden an den Schenkeln zusammengenäht. Idealerweise mit einer Kappnaht
Spitzenverstärkung aufgenäht
Nun näht man als Spitzenverstärkung etwas festeren Stoff auf. Ich schneide diesen immer als Kreissektor zu, aber auch rautenförmig sollte gehen. Der Verstärkungsstoff wird mittels Zickzack, oder Sechsstichnaht befestigt. Geradstich ist nicht ideal, da hier die Belastung auf eine recht kleine Stofffläche konzentriert ist.
Verrundete
                Spitze
Oben an der Kante kann man die Nahtzugabe von der der Spitzenverstärkung freihalten. Man tut sich dann beim Vernähen der beiden Zelthälften deutlich leichter.  Die Zeltspitze wird verrundet (Radius ca 10 cm) . Dann kann man die Kappnaht in einem Rutsch durchnähen.
Ich habe im Bild den Verlauf der ersten Naht der Kappnaht mit Gelb angezeichnet.
Eckverstärkungen
                aufgenäht
Das Zelt ist nun fast fertig. Die Verstärkungen der Eck- und Seitenabspannpunkte werden nun aufgenäht, und die Zeltaußenkante wird versäumt. Die zusätzlichen Abspannpunkte in der Seitenkantenmitte sind wichtig. Bei Sturm  kann so das Zelt noch zusätzlich abgespannt werden.
Abspannschlaufen
                aufnähen
Anschließend werden die Abspannpunkte angebracht. ich  mag es diese sehr kurz zu halten und mit Linelocs zu versehen. Eine der Abspannschlaufen auf der Seitenmitte kann man in einer auffälligen Farbe gestalten. Hier kommt später eine lange Abspannschnur hin um den Eingang hoch abspannen zu können.


FERTIG!!!!

 

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