Jacke

 

Eine Jacke ist ein unschätzbares Kleidungsstück. Es lohnt sich eigentlich immer eine dabeizuhaben, da die Jacke den wichtigsten Teil des Körpers, den Körperkern schützt. Viele Jacken sind aus sog. atmungsaktiven Materialien gefertigt. Diese haben die Aufgabe gleichzeitig wasserdicht und wasserdampfdurchlässig zu sein. Nun, wasserdicht mögen sie ja sein, aber an einem etwas wärmeren Tag, läuft einem sehr schnell die Brühe am Körper herunter, sodaß man dann besser ohne wandert.

Das passiert einem zwar mit einem Poncho bis zu einem gewissen Grad auch, aber der ist dann wenigstes um einiges günstiger, vor allem wenn man ihn sich selber näht. Trotzdem ist es sinnvoll neben dem Poncho eine Jacke dabeizuhaben, die wenigstens den Wind abhält, da es ja durchaus einmal windig und kalt sein kann, aber nicht nass sein muß. 

Als winddichtes Material eignet sich eigentlich jede enggewebte Kunstfaser, sei es Polyester oder Nylon. Nur dicht muß sie eben sein. Dann hält sie auch Mücken und eine ganze Menge Regen ab (vor allem wenn man auch darunter nur Kunstfaser trägt). Ganz wasserdicht muß sie ja auch nicht sein, da man im schlimmsten Unwetter immer noch den Poncho überstreifen kann.

 

Man sollte sich davor hüten die Jacke mit zu vielen Details zu überfrachten. Zum einen wird die Herstellung dadurch unnötig kompliziert, zum anderen wird die Jacke dadurch schwerer und umständlich zu handhaben ("In welcher Tasche war nochmal der Kompass?"). 

 

Meine Jacke hat folgende Ausstattungsmerkmale:

1. Zwei Reißversschlusstaschen in Brusthöhe an die man auch noch herankommt wenn man einen Rucksack mit Hüftgurt trägt.

2. Eine Kapuze mit kleinem Schirm, um auch den Kopf vor Wind schützen zu können.

3. Mit Klettverschluß verstellbare Ärmelabschlüsse

4. Einen Gummizug im Bund, damit kein Wind hineinpfeifen kann.

5. Verlängerter Rücken, damit auch der Hintern gut eingepackt ist.

 

Da die Jacke nicht wasserdicht ist, und nur leichten Regen abhalten muß, kann man sich einige Ausstattungsmerkmale von kommerziellen Jacken sparen:

1. Kein doppelt abgedeckter Reißverschluss

2. Keine Abdeckungen über den Taschenreißverschlüssen (um sie doch etwas vor Nässe zu schützen, habe ich sie unter die Achseln, in die Seitennähte der Jacke eingearbeitet).

3. Keine frei aufgehängten Taschenbeutel (man kann einfach von innen ein Stückchen Stoff auf den Oberstoff nähen, so spart man sich eine Stofflage)

Der Schnitt sollte eher locker sein, so daß man noch viel Bewegungsfreiheit hat. Auch kann man dann noch etliche wärmende Kleidungsstücke drunter ziehen (Zwiebelprinzip!!!). 

Man sollte blos nicht der neuen Bergsteigermode zu folgen und die Jacke zu kurz zu machen. Bergsteigern mag dies nützen, da sie dann ihren Klettergurt besser bedienen können, der Wanderer jedoch, wird sich über eine schön lange Jacke freuen, da sie auch noch den Hüftbereich mit wärmt.

Ein konkretes Schnittmuster kann ich nicht liefern, da das zu kompliziert ist. Man kann entweder eine gut sitzende Jacke nehmen und den Schnitt auf Zeitungspapier übertragen, oder man kauft sich ein fertiges Schnittmuster im Stoffladen. Das hat dann auch den Vorteil, daß die Einzelteile perfekt zueinander passen. Das vereinfacht das Nähen ungemein und ist so vor Allem für Anfänger sehr zu empfehlen. Hat man erst einmal das grobe "Gerüst" der Jacke, kann man dann ohne Probleme Details ändern, Sachen hinzufügen, Taschen verschieben, etc.

 

Weitere Jacken:

Hat man erst einmal eine winddichte Jacke genäht, so kann man das gleiche Schnittmuster natürlich auch noch für eine kuschelige Fleecejacke verwenden. Diese kann einfacher gehalten werden, z. B. kann man die Kapuze und die Taschen weglassen.

 

Zum Schluß mal ein Paar Beispielfotos:

Das ist eine Jacke aus elastischem, winddichten Stoff  welche mit Fleece gefüttert wurde. Eine "Softshell" (durch das lose Futter ist es übrigens um einiges weicher als die laminierten Stoffe der gekauften Softshells) für kältere Tage , zum Beispiel beim Schifahren. Wasserdichte Zipper für die Taschen in Brusthöhe oberhalb des Rucksackhüftgurtes, normaler Frontzip, von innen einfach abgedeckt. 

 

Der wasserdichte Zipper ist selbstgemacht:

Man nehme einen Rockreissverschluss (das sind die "unsichtbaren" welche oft bei Damenbekleidung Verwendung finden, sie haben die Spirale innen, und das Stoffband auf der Aussenseite) und schmiere in mit Pattex transparent ein. Den Kleber gut mit dem Finger verstreichen, sodass möglichst viel Kleber ins Gewebe eindringt. Natürlich sollte kein Kleber auf die Spirale gelangen. Pattex Transparent ist ein Kleber auf PU Basis, bleibt also flexibel. Diesen RV kann man dann ganz normal einnähen.

Klassische Outdoorjacke aus Mischgewebe, Kapuze mit Volumenverstellung, Taschen mit Netzgewebe hinterfüttert, Schneefang, artikulierte Ärmel, doppelt abgedeckter Reißverschluß, Rückenteil länger geschnitten.

Hat jahrelang gute Dienste geleistet, nun jedoch etwas aus der "Mode" gekommen (will sagen- mittlerweile finde ich reine Kunstfaserstoffe funktioneller ;))

Windjacke aus Mikrofaser, leicht und robust, schnelltrocknend
Eine Regenjacke aus billigem, potthässlichen PU- beschichteten Nylon in 80er- Jahre Retro Design- LÖL, angeblich atmungsaktiv. Auf Maß genähte Kapuze (wer eine genau passende Kapuze hat braucht keine Volumenverstellung und ähnlichen Schnickschnack).

Sonstige Ausstattung: Keine :D

Gewicht: 250 gr.

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